World Food Programme

 

Eine tägliche Schulspeisung bedeutet für Eltern einen starken Anreiz, ihre Kinder in die Schule zu schicken und zwar dauerhaft. So können sich diese ganz auf ihren Unterricht konzentrieren und ihren Hunger vergessen. Eine Schulspeisung fördert die Erreichung der UN Millennium Development Goals in den Bereichen Hunger, Ausbildung und Gleichberechtigung und ist von vielfältigem Nutzen im Hinblick auf Ausbildung, Ernährung, Gesundheit, soziale Sicherheit und lokale Landwirtschaftsproduktion.

Albertina ist eine Musterschülerin

Albertina (9) lebt mit ihren Eltern, zwei Brüdern und zwei Schwestern in einer aus Stöcken und Gras gebauten Hütte im Dorf Muchenga, Changara, im westlichen Mosambik. Dieser Bezirk gehört zu den ärmsten des Landes.

Zum Glück von Albertina und ihrer Klassenkameraden wird ihre Schule durch das UN World Food Programme (WFP) unterstützt, wodurch regelmäßige Essenslieferungen an ihre Schule sichergestellt werden. Dies bedeutet, dass die Kinder jeden Tag eine warme Mahlzeit in ihrer Schule bekommen. Das hilft ihnen dabei, sich auf ihren Unterricht zu konzentrieren.

Trotz der schwierigen Umstände ist Albertina eine hervorragende Schülerin. Bei ihren Klassenkameraden in der 4. Klasse der Makhonje-Grundschule ist sie nicht nur für ihren Fleiß bekannt, sondern auch für ihre Unterstützung ihrer Mitschüler. „Ich lerne gerne und helfe auch gerne meinen Klassenkameraden dabei, die Hausaufgaben zu erledigen. Ich möchte einmal Lehrerin werden“, sagt sie.

Apollinaire besiegt Kinderlähmung

Kinderlähmung und Armut bescherten Apollinaire einen schwierigen Start ins Leben. Doch die Umstände besserten sich, als er in eine vom WFP unterstützte Schule in Bujumbura, Burundi, geschickt wurde.

Apollinaire bekam mit drei Jahren Kinderlähmung und ist seither behindert. Als behindertes Kind in einem kleinen Dorf in Burundi sah seine Zukunft düster aus. Die nächste Schule war 10 km entfernt von seinem Zuhause in der Provinz Muramvya. Seine Eltern konnten einen Transport in die Schule nicht bezahlen - bis zum Alter von fünf Jahren hatte er noch nicht einmal Krücken, um sich fortbewegen zu können. Jegliche Ausbildung schien für einen Jungen aus Burundi in diesen Umständen unerreichbar zu sein.

Heute ist Apollinaire ein Kommunikationsspezialist, der in der Botschaft von Südafrika in Burundi arbeitet. Und eine erfolgreiche Karriere als Journalist liegt bereits hinter ihm. Er führt seinen Erfolg auf die Unterstützung zurück, die ihm das WFP während seiner Zeit an der Saint-Kizito-Schule gewährt hat.

Nimdoma erklimmt Berge

Sechs der sieben weltweit höchsten Berge zu besteigen - und mehr noch das Gymnasium zu beenden und eine höhere Ausbildung zu durchlaufen - ist für viele arme Mädchen aus den Himalaja-Vorbergen kaum erreichbar. Doch genau das hat Nimdoma Sherpa dank der WFP-Schulspeisung erreicht.

Wie für viele ihrer Klassenkameraden waren die vom WFP organisierten Mahlzeiten Nimdomas Hauptgrund, zur Schule zu gehen. Doch sie entdeckte rasch ihre Freude am Lernen - zum einen, weil sie es bereichernd fand, und zum anderen, weil sie erkannte, dass sie so ihre persönlichen und beruflichen Ziele erreichen konnte. „Das WFP Schulspeisungsprogramm hat mich ermutigt, mich auf mein Studium zu konzentrieren, und hat mir dabei geholfen, stark in Körper und Geist zu werden“, sagt Nimdoma.

Jetzt als Erwachsene ist Nimdoma Mitglied der First Inclusive Women‘s Sagarmatha Expedition, einer vom WFP unterstützten Gruppe von Frauen, die im Jahr 2008 den Mount Everest bestiegen hat und so dazu beigetragen hat, Kindern und Schulen in ganz Nepal die Botschaft der Hoffnung, Gleichberechtigung und der Bedeutung einer Ausbildung näher zu bringen.

Jetzt fehlt der Gruppe nur noch ein Berg zu ihrem Ziel, den höchsten Gipfel auf jedem Kontinent zu erklimmen. „Ich bin dem WFP sehr dankbar, denn es öffnete mir die Tür zu Ausbildungsmöglichkeiten und half mir dabei, meinen Traum einer Everest-Besteigung zu verwirklichen“, sagt Nimdoma.

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